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Zum Vogt Cunrat Hauser, der den Besitz des Klostern St. Katharina zu Wörishofen verwaltete, kamen um 1450 zwei Bauern aus dem Dorfe Wörishofen: Peter Schorer und Albrecht Wertz. Sie baten um Belehnung mit neuem Grund und Boden. Der Vogt schlug ihnen vor, den Wald außerhalb des Dorfes zu roden (reutten). Dies taten sie und erbauten zwei Häuser. Im Laufe der Zeit wurden daraus acht Hofstätten, die später - nach Auseinandersetzungen mit dem Katharinenkloster in Augsburg - auf sechs reduziert wurden. „Schache" ist der mittelalterliche Name für ein Waldstück in freiem Gelände. Die Bauern trieben eine Schneise in den Wald, eine Schache. Und weil ihnen dieses neu gewonnene Land so gut gefallen hat, nannten sie es „die schöne Schache". Daraus ist Schöneschach geworden. Schon die Gründer haben eine kleine Kapelle gebaut und sie dem hl. Wolfgang gewidmet. 1601 wurde sie wieder abgebrochen, weil sie sehr zerfallen war. Neu errichtet und vergrößert wurde die Kapelle um 1603 vom Kloster St. Katharina in Augsburg. 1804, nach der Säkularisation, wurde die Kapelle geschlossen und durch Herausbrechen der Fensterstöcke und der Türangeln dein Verfall preisgegeben. 1817 ließ man sie jedoch wiederherstellen. Eine schöne Tradition hat sich bis zum heutigen Tag erhalten: Am Fest des hl. Wolfgang (31. Oktober) wird ein festliches Amt gefeiert, an dem der ganze Ort teilnimmt. Im Jahr des Westfälischen Friedens (1648) wurde eine Linde gepflanzt, die eine Zierde für Schöneschach war. Leider mußten im Jahr des 350-jährigen Jubiläums (1998) aus Sicherheitsgründen die Äste abgesägt werden. Bis zum heutigen Tag aber zeigt die Friedenslinde, daß sie noch lebt.
Msg. Otto Baumgärtner
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