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Der geschichtliche Anlass für die Entstehung dieser gern besuchten Kapelle ist dem Spruchband im Deckenfresko zu entnehmen, das von Kunstmaler Hans Gutschwager (1937) stammt: Anno 1645 überfielen feindliche Söldner Obergammenried. Der Bauer Lenz wurde an den Schweif eines davonjagenden Rosses gebunden. In seiner Not aber erflehte er die Fürbitte der hl. Kümmernis. Aus Dankbarkeit und Gott zu Lob und Preis erbaute er für seine wunderbare Rettung diese Kapelle.
1769 wurde der heutige Bau errichtet und ausgestattet. Die katholische Kirchenstiftung St. Justina hat die Kapelle 1991 aus Privatbesitz erworben und renovieren lassen.
Die Legende der Volksheiligen Kümmernis, deren Patrozinium jedes Jahr am 20. Juli gefeiert wird, ist im Altarbild dargestellt. Sie besagt, dass die schöne Königstochter einem heidnischen König vermählt werden sollte. Das fromme Mädchen bat, Gott möge sie so entstellen, dass kein Liebhaber mehr an ihr Gefallen finden könne. Über Nacht wuchs ihr daraufhin ein langer Bart. Darüber war ihr heidnischer Vater so erzürnt, dass er sie, wie ihren Herrn Jesus Christus, ans Kreuz schlagen liess. Ein armer Spielmann habe auf seiner Geige ihr zum Trost gespielt, wofür ihm die Heilige vom Kreuze herab einen ihrer goldenen Schuhe als Lohn zuwarf.
Seit 1991 schmücken zusätzlich acht kleine Heiligenfiguren aus dem 19. Jahrhundert die Kapelle.
Msg. Otto Baumgärtner
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