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Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ in der Stadtpfarrkirche St. Justina Samstag, 14. Juli, 20 Uhr, Stadtpfarrkirche St. Justina, Bad Wörishofen Eintritt: 15 / 10 Euro (50% Erm. f. Schüler u. Studenten, 2 Euro Ermäßigung bei Vorlage einer Kurkarte) Vorverkauf: Mindelheimer Zeitung, Kartenservice, Gärtnerweg 7, Bad Wörishofen und Geschäftsstelle Mindelheim, Maximilianstraße Joseph Haydn: Die Schöpfung (Oratorium für Soli, Chor und Orchester) Der Kammerchor der Universität Augsburg, das Collegium Vocale Friedberg und das Augsburger Kammerorchester wirken an einem besonderen Konzertereignis im Sommer mit: Im Rahmen des erstmalig durchgeführten „Klangprojektes Uni-Plus“ der Universität Augsburg führen sie am Samstag, 14. Juli, um 20 Uhr in der Bad Wörishofener Stadtpfarrkirche St. Justina das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn auf. Das Werk für Soli, Chor und Orchester zählt zu Haydns letzten großen Werken und zeigt die ganze Meisterschaft und Reife seiner Komposition. Die mitwirkenden Klangkörper gehören zu den Spitzenensembles Schwabens. Für die solistischen Vokalpartien in der „Schöpfung“ konnten die Sängerin Ai Ichihara, Sopran, sowie die jungen Sänger Julian Prégardien, Tenor, und Maximilian Lika, Bass, gewonnen werden. Bernd-Georg Mettke dirigiert die Aufführung. Karten gibt es im Vorverkauf beim MZ-Kartenservice in Bad Wörishofen, Gärtnerweg 7, sowie in der Mindelheimer Geschäftsstelle, Maximilianstraße, und an der Abendkasse am 14. Juli ab 19.15 Uhr.
Informationen zur Komposition „Die Schöpfung“ Das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn (1732-1809) wurde 1799 zum ersten Mal aufgeführt. Es zählt zu Haydns letzten großen Werken und zeigt seine ganze Meisterschaft und Reife in der Komposition. Haydn orientiert sich in seiner „Schöpfung“ an Händel, dessen Oratorien er in England kennen gelernt hatte. Jedoch ist Haydns Werk keine bloße Kopie seines Vorbildes, sondern eine Komposition von ganz eigener Ausdruckskraft. In zwei Teilen wird darin die Schöpfungsgeschichte geschildert, im dritten Teil das Leben im Paradies. „Erzähler“ sind die Erzengel Gabriel, Uriel und Raphael. Stimmungen und Betrachtungen werden in der Schöpfung durch Arien und Chöre wiedergegeben. Bereits die erste öffentliche Aufführung am 19. März 1799, die Haydn selbst dirigierte, bewegte das Publikum. Berichte von Zeitzeugen über die ersten Aufführungen sind überliefert, die einen großen Erfolg vermelden:
„Die Musik hat eine Kraft der Darstellung, welche alle Vorstellungen übertrifft; man wird hingerissen, sieht der Elemente Sturm, sieht es Licht werden, die gefallenen Geister tief in den Abgrund sinken, zittert beim Rollen des Donners, stimmt mit in den Feiergesang der himmlischen Bewohner. (...) Schon sind drei Tage seit dem glücklichen Abende verflossen, und noch klingt es in meinen Ohren, in meinem Herzen; noch engt der Empfingungen Menge selbst bei der Erinnerung die Brust mir.“
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